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Texte und und Fotos: Tom Velten

Unfairer Handel, Unsozial, auch als „Schnorrer-Center“ bekannt

Mal ehrlich: Ist ein Fairkaufcenter wirklich fair? An- und Verkauf wäre viel fairer – der Umwelt zuliebe. Ich habe mir sagen lassen, dass solche Fairkaufcenter schon gar nicht mehr alles geschenkt nehmen - obwohl noch gut im Schuss.

Jedes Möbelbrett was weggeworfen wird, ist seinen Preis wert. Das Geheimnis liegt im Aufkauf, um wieder was Neues daraus zu machen. Es gibt bestimmt genug freiwillige Menschen, die unsere Natur aufräumen. Nur sollte man dafür natürlich auch etwas bekommen (Steuerfrei). Pfand auf Alles – der Umwelt zuliebe. Ein „Fairkauf-Center“ nimmt lieber Geschenke als etwas zu geben. Das ist aber alles andere als Fair gegenüber des Gebers. Ein „Fairkauf-Center“ ist erst dann wirklich fair wenn ein Bringer, ein Bedürftiger und sonstige Kunden auch davon profitieren können. Außerdem kann sich durch ein Auf- und Verkaufsystem die Rohstoffrückgabe deutlich steigern und unsere Umwelt reinigt sich von selbst.

Ich selbst sah einmal einen Sperrmüllhaufen, der sich etwa 100 Meter – weiter war es nun wirklich nicht – neben ein Fairkaufcenter aufstapelte. Es befanden sich sogar sehr gut erhaltene massive Möbelstücke darunter.  Nur für meine kleine Wohnung kann ich ja auch nicht alles gebrauchen was so entrümpelt wird.

Der jenige, der die Wohnung seiner verstorbenen Mutter entrümpelte fragte mich: „Brauchst Du was?“ Daraufhin nahm ich mir einen sehr gut erhaltenen – fast wie neu – Stubentisch.

Ich fragte: „Warum bringen Sie die Sachen nicht darüber zum Fairkauf?“

„Nö, die bekommen nichts.“ antwortete der Mann.

„Warum?“, wollte ich wissen.

„Dieses Geschäft will nur haben und nichts geben. Noch nicht einmal ein – Dankeschön – ist drinnen.“, bekam ich als Antwort.

Traurig musste ich anderntags ansehen wie die Mülltransporter kamen und die schönen Möbel im Bauch der Transporter regelrecht zerquetscht worden. Auch den Angestellten vom Fairkaufcenter interessierte das relativ wenig und machten sich keinerlei Mühe, die gut erhaltenen Möbel zu retten, um diese im Laden für wenig Geld an Bedürftige weiter zu verkaufen.

Allerdings muss ich noch einmal darauf hinweisen, dass ein Amtsgericht mal ein Urteil fällte wegen Diebstahl, weil sich jemand an einem Sperrmüllhaufen bediente.

 Na, da hört doch wohl meine ganze Intelligenz auf zu denken. Wenn jemand wegwirft und ein anderer kann gebrauchen ist er doch noch lange kein Dieb, sondern er half – der Umwelt zu liebe.

 

Dieser kleine Transporter, weiß noch nicht einmal, dass das Fahr-zeug einen Motor hat. „Danke für Ihre Spende“ ist auf dem Laster zu lesen. Nur nach welchen Spenden hechelt dieses angebliche „Fair„Kaufcenter? Ist doch ganz klar: „NACH DEM GANZ GROßEN GAUNERGESCHÄFT; DEM GELD!!!“

Für 25 € setzt sich der Transporter von Fairkauf – auch wenn nur einmal kurz über die Straße – einmal in Bewegung, um für den Kunden ein günstig erworbenes Möbelstück nachhause zu bringen. Der benachbarte REAL-Markt ist Meinesserachtens fairer und liefert ortsbedingt kostenlos sperrige Gegenstände wie Kühlschränke, Herde, Fernsehgeräte und Waschmaschinen nach Hause.

„Fairkauf-Center“ wollen nur haben und weiten ihre Geschenkgeschäfte in ganz Deutschland und anderswo zu einem großen Konzern weiter aus.

Soll ich einfach mal ehrlich sein: „Der eine nimmt und geht. Die anderen kommen, bleiben und brauchen Tisch, Bett und Schrank.“

Eine „Herberge der Heimat“ ist ein Verein (e. V.), nimmt Wohnungslose bzw. Obdachlose auf und darf als Verein gesetzlich auf keinen Fall Profit schleudern. Nun aber kommt der Puffer ins Spiel, da der Verein „Obdachlosen- bzw.- Wohnungsloseneinrichtung“ doch verdient, wurde eine soziale Zweitfirma gegründet und nennt sich dann ganz einfach „Fairkauf“ und der „Fairkauf“ darf wirtschaftlich daran verdienen wie auch andere GmbHs (Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Die „Herberge der Heimat“ schlägt doch Profit und das erwirtschaftlichte Geld wird ganz einfach umgebucht auf die großen Fairkauf-Center.

 

Das „Fairkauf-Center“ welches sich jetzt überall in ganz Deutschland ausbreitet, wird – zu mindest hier in meinem Wohnumfeld, die diese große Möbelhalle direkt täglich vor Augen haben – auch als „Schnorrer-Center“ bezeichnet. Ein benachbarter Freund sagte zu mir: „Nein, dass ist ein Verbrecherladen, denn die leben nur vom Bedürftigen und dies gar nicht einmal so schlecht.“

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